Aktionen/Kampagnen

Lieferkettengesetz jetzt! | Wo bleibt der gesetzliche Rahmen für Menschenrechte? | Unterschriftenübergabe an Herrn Matern von Marschall (MdB) | Weltläden übergeben Unterschriften an Bundestagsabgeordnete! | Endspurt der Kampagne | MENSCH.MACHT.HANDEL.FAIR. | | Kirchen in Baden-Württemberg sammeln Althandys – 100.000 in zwei Jahren sind das Ziel! Der Weltladen Herdern beteiligt sich an der Aktion: |

   

Lieferkettengesetz jetzt!

Wir Weltläden setzen uns bereits seit mehreren Jahren mit Kampagnen für ein Gesetz zu menschenrechtlichen Sorgfalts-pflichten für Unternehmen entlang der Lieferketten ein.

Mittels Plakaten haben wir in Freiburg z.B. kurz vor Weihnachten schon 2015 auf die Aktion "Mensch.Macht.Handel.Fair" hingewiesen. Wir haben weiter mit Bundestagsabgeordneten gesprochen, Events zum Thema gestaltet, viele Unterschriften gesammelt, Briefe an Frau Merkel verschickt etc..

Der Weltladendachverband und der DEAB sind im Trägerkreis der 2019 gegründeten bundesweiten Kampagne "Initiative für ein Lieferkettengesetz", somit sind auch die Weltläden an die Kampagne angeschlossen. Überdies sind die Freiburger Weltläden Mitglied bei der im Mai gegründeten lokalen Initiative Lieferkettengesetz.

Die Podiumsdiskussion hat uns gezeigt, um wie viele grundsätzliche und bedeutsame Einzelfragen aktuell noch gerungen werden muss:

- Wird es ein europäisches Lieferkettengesetz geben, dass wegen des gemeinsamen Nenners wenig wirkungsvoll sein wird?

- Oder wird Deutschland als Vorbild voran gehen und ein Lieferkettengesetz etablieren - auch unter Einbeziehung möglicher Wettbewerbsnachteile?

- Wie weit wird die Rückverfolgung überhaupt möglich sein? Bis hin zu den Rohstoffen?

- Und wie weit wird im Zuge dessen die Haftung reichen?

- Ab welcher Firmengröße wird das Gesetz greifen - ab 500 oder ab 5000 Mitarbeiter*innen?

- Wird Umweltschutz eine Rolle spielen?

(In Zeiten des Klimawandels und der Tatsache, dass Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden oft eng verknüpft sind, hoffentlich eine Selbstverständlichkeit!)

Wir sind nun wirklich gespannt auf das Ergebnis und hoffen inständig darauf, dass das Gesetz keine leere Hülle wird, sondern seinen Namen auch verdient!

Laut einer aktuellen Umfrage unterstützen übrigens 75% der deutschen Bevölkerung das Gesetz!

 
 
   

Wo bleibt der gesetzliche Rahmen für Menschenrechte?

Brennende Fabriken, Kinderarbeit, zerstörte Regenwälder und viele andere Fälle zeigen: Ohne ein Lieferkettengesetz nehmen deutsche Unternehmen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Ausland weiter in Kauf.

Viele deutsche Unternehmen lassen ihre Produkte in Ländern des Globalen Südens herstellen, oder verarbeiten Rohstoffe aus diesen Ländern in ihren Produkten. Sie profitieren dabei von billigen Arbeitskräften und niedrigen Umweltauflagen. Schäden an Mensch und Umwelt gehören zum Geschäftsmodell. Für den Profit der Unternehmen

bezahlen vor allem die Menschen vor Ort in Form von Ausbeutung, Unterdrückung von Gewerkschaften, Hungerlöhnen, Vertreibungen, Gesundheitsschädigungen und Umweltverschmutzung.

Deutsche Unternehmen verlagern damit nicht nur ihre Produktion ins Ausland, sondern auch ihre unternehmerische Verantwortung und die Schäden, die mit der Produktion einhergehen. Konfrontiert mit Rechtsverletzungen in ihren Lieferketten verweisen Unternehmen allzu gerne auf ihre unabhängigen Zulieferer - das darf nicht länger sein!

Seit 50 Jahren zeigen Fair-Handels-Unternehmen, dass es möglich ist, Menschenrechte entlang globaler Lieferketten zu achten. es ist an der Zeit einheitliche Regeln für alle Unternehmen festzuschreiben.

Die Missachtung von Menschenrechten und Umweltstandards darf keinen Wettbewerbsvorteil mehr bieten!

Unterstützen Sie jetzt unsere Petition an die Bundeskanzlerin und fordern Sie mit uns ein Lieferkettengesetz zum Schutz von Mensch und Umwelt unter:

https://www.weltladen.de/politik-veraendern/petition/

 
 
   

Unterschriftenübergabe an Herrn Matern von Marschall (MdB)

Im Zuge unserer Kampagne "Mensch. Macht. Handel. Fair." bedanken wir uns für den Besuch von Herrn Matern von Marschall am 22.Oktober in unserem Weltladen. Dort haben wir ihm, wie zuvor schon Kerstin Andreae, die von uns drei Freiburger Weltläden gesammelten Unterschriften überreicht. Im gemeinsamen Gespräch erläuterten wir die damit einhergehenden Forderungen.                                Foto:© Dejana Schaff

"Die bemerkenswert vielen Unterschriften zeigen mir, dass viele Freiburger einen 'stärkeren Schutz von Mensch und Umwelt im globalen Handel fordern' ", sagte von Marschall, "dafür setze ich mich im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung nach wie vor ein und nehme das sehr ernste Anliegen der Freiburger Bürger mit nach Berlin."

Durch den direkten Kontakt mit den Bundestagsabgeordneten erhoffen wir Weltläden uns, dass Deutschland ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht für Unternehmen erarbeitet, welches dem Nationalen Aktionsplan mehr Durchsetzungskraft verleiht. Ein drittes Gespräch mit Herrn Tobias Pflüger steht noch aus.

Hierzu von Hans Sigmund ein Artikel aus der BZ vom 24.10.18, bitte anklicken: Artikel Unterschriftenübergabe

 
 
   
  

Weltläden übergeben Unterschriften an Bundestagsabgeordnete!

Am 25. September feierten die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) ihren dritten Jahrestag. Im Rahmen dieser Ziele hat sich Deutschland dazu verpflichtet, für sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen weltweit zu sorgen. Faire Arbeitsbedingungen für alle können aber nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden,       Foto:© Wl Littenweiler

Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Deshalb appelliert das Forum Fairer Handel im Rahmen der Kampagne "Mensch. Macht. Handel. Fair." gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband und über 450 Weltläden in Deutschland an die Abgeordneten im deutschen Bundestag, den Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten auf ihre politische Agenda zu setzen.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, sammelten Weltläden in ganz Deutschland Unterschriften. Der Appell an die Abgeordneten: Setzen Sie sich als Mitglied des deutschen Bundestags für eine gesetzliche Unternehmensverantwortung ein!

Auch wir Freiburger Weltläden (Herdern, Littenweiler und Gerberau) waren aktiv und haben uns an dieser Aktion beteiligt. Zeitnah zum "Welttag der menschenwürdigen Arbeit", am 7. Oktober, besuchten wir die Grünen-Abgeordnete Kerstin Andreae in ihrem Wahlkreisbüro und übergaben ihr über 1000 gesammelte Unterschriften. "Die Unterschriften zeigen, dass sich viele Freiburgerinnen und Freiburger für Fairen Handel und bessere globale Produktionsbedingungen einsetzen", sagte Andreae. Sie unterstützt die Kampagne, Menschen- und Arbeitsrechte weltweit verbindlich zu schützen und begrüßte das Engagement der Weltläden.

Weitere Besuche zu Freiburger Bundestagsabgeordneten sind geplant, um Zeichen zu setzen und nicht zuletzt auch, um unseren Kunden zu zeigen, dass wir die Verantwortung für die gegebenen Unterschriften und die damit verbundenen Forderungen ernst nehmen.

 
 
   

Rund 20.000 Briefe wurden im Rahmen der Kampagne "Mensch.Macht.Handel.Fair" an das Bundeskanzleramt geschickt, ein voller Erfolg! Doch was hat sich nun getan und wie sieht der weitere Weg aus? 

Obwohl sich fast 83 Prozent der Deutschen für verbindliche Regeln für Unternehmen eingesetzt haben, blockiert das Bundesfinanzministerium seit Wochen leider erfolgreich die verbindlichen Regeln für Menschenrechte in Lieferketten.

Lesen Sie hier: http://www.forum-fairer-handel.de/nc/presse/aktuelles/artikel/article/finanzministerium-blockiert-verbindliche-regeln-fuer-menschenrechte-in-lieferketten/

 
   
  

Endspurt der Kampagne

Nachdem im vergangenen Jahr rund 38.000 Unterschriften* gesammelt und schließlich an das federführende Auswärtige Amt übergeben wurden, geht die Kampagne nun in ihren Endspurt. Im Mai steht eine wichtige Entscheidung zur Unternehmensverantwortung an: Die Bundesregierung will den Nationalen Aktionsplan "Wirtschaft und Menschenrechte" verabschieden. Um darin endgültig eine gesetzliche Verankerung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten für Unternehmen zu erzielen, führt der Weltladen-Dachverband gemeinsam mit dem Forum Fairer Handel eine Briefaktion an die Bundeskanzlerin durch.

Ziel ist, bis zum 17. Mai – also kurz vor der Abstimmung des Nationalen Aktionsplans im Bundeskabinett – dem Kanzleramt mit vielen hundert Briefen ein klares politisches Signal für verbindliche Unternehmensverantwortung zu senden.

Machen Sie mit!

 
   

Fordern Sie mit uns zusammen, dass die Bundesregierung ein Gesetz erarbeitet, das

  • deutsche Unternehmen dazu verpflichtet, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte und Umwelt entlang der gesamten Lieferkette zu identifizieren, negativen Auswirkungen entgegenzuwirken sowie eingetretene Schäden zu beheben (Sorgfaltspflicht),
  • klarstellt, dass Unternehmen für eingetretene Schäden haftbar gemacht werden können, wenn sie die Einhaltung dieser Sorgfaltspflicht nicht nachweisen können,
  • Betroffenen aus dem Ausland ermöglicht, deutsche Unternehmen wegen der Verletzung der gebührenden menschenrechtlichen Sorgfalt vor deutschen Gerichten verklagen zu können.

Die vorgedruckten Briefe an Kanzlerin Merkel liegen bei uns im Laden aus oder können auch online ausgefüllt und verschickt werden unter:

https://www.forum-fairer-handel.de/nc/mitmachen/machthandelfair/briefaktion-2016/#c4774

 
 
   

MENSCH.MACHT.HANDEL.FAIR.

Menschenrechtverletzungen in globalen Lieferketten an der Tagesordnung

Ausbeuterische Kinderarbeit auf westafrikanischen Kakaoplantagen, einstürzende Textilfabriken in Bangladesch, katastrophale Arbeitsbedingungen auf Bananenplantagen, schlimme Pestizidbelastung in Kaffeeplantagen – in vielen internationalen Lieferketten steht es um die Lebens- und Arbeitsbedingungen schlecht. Den Preis für oftmals billige Lebensmittel und Konsumwaren zahlen in der globalisierten Welt allzu oft die Erzeuger/innen und Arbeiter/innen. Ihnen werden grundlegende Menschenrechte verwehrt – wie z. B. das Recht auf eine gerechte Entlohnung, die den Arbeitenden und ihren Familien eine menschenwürdige Existenz sichert, das Recht auf Nahrung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsschutz oder das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

Bis heute gibt es jedoch keine verbindlichen menschenrechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen und es ist kaum möglich, sie bei Menschenrechtsverstößen oder Umweltschäden zur Rechenschaft zu ziehen. Die deutsche Gesetzgebung muss bestehende Grauzonen unbedingt beseitigen, um Mensch und Umwelt besser zu schützen. Dies fordert das Forum Fairer Handel gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband in der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“.

 
   
  

Die Freiburger Weltläden, das Eine Welt Forum und die Stadt Freiburg unterstützen dieses Anliegen und machten vor Weihnachten mit einer großen Plakataktion im gesamten Stadtgebiet darauf aufmerksam. - Denn dass partnerschaftliche und transparente Handelsbeziehungen sehr wohl möglich sind, das zeigt der Faire Handel seit mehr als 40 Jahren.

2016 könnte nun die Bundesregierung – mit der Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland – einen verbindlichen menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Rahmen festlegen. Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband setzen sich daher für eine gesetzliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen ein.

Nicht zuletzt aber sind auch wir als Konsumenten gefragt: Durch Achtsamkeit beim Einkauf oder durch Nachfragen nach Herkunft und Herstellungskonditionen von Produkten können wir Einfluss auf die Händler nehmen. - Machen Sie mit!

Weitere Infos unter:

https://www.forum-fairer-handel.de/nc/presse/aktuelles/artikel/article/verbindliche-regeln-fuer-deutsche-unternehmen-gefordert/

http://www.bmz.de/20151203-1

 
   

"Es ist nicht akzeptabel,wenn Unternehmen sagen,es wäre zu kompliziert menschenrechtliche Standards einzuhalten."

        (Minister Gerd Müller)


 
   

siehe auch Presseartikel in SolarRegion 2016-01, S. 28:

http://www.solarregion.net/sites/default/files/heftdownload/SolarRegion-1-2016-Webversion_1.pdf

 
 
   

Einen kurzen und knappen Fakten-Check rund ums Handy liefert Germanwatch in diesem Flyer:

http://germanwatch.org/de/download/7284.pdf

 
   
  

Kirchen in Baden-Württemberg sammeln Althandys – 100.000 in zwei Jahren sind das Ziel! Der Weltladen Herdern beteiligt sich an der Aktion:

Gebrauchte Handys sind zu schade zum Wegwerfen und enthalten wertvolle Rohstoffe, die nicht verloren gehen sollten. Vielen Handynutzer sind die globalen Zusammenhänge in der Handyproduktion und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft jedoch wenig bewusst. Daher haben sich erstmalig Kirchen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um gemeinsam gebrauchte Mobiltelefonen zu sammeln und über die ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Herstellungsprozesses zu informieren.

In den nächsten zwei Jahren sollen 100.000 Althandys zusammenkommen, die entweder weiterverwendet oder umweltgerecht recycelt werden. Die Deutschen Umwelthilfe (DUH) und die Telekom Deutschland unterstützen die Aktion mit dem neu entwickelten Handysammelcenter.

Wir beteiligen uns an der Sammelaktion: Gebrauchte Mobiltelefone können mit Start der Fairen Woche 2015 (11.09.2015) bei uns im Laden abgegeben werden.

Nach Angaben der DUH werden in Deutschland jährlich 35 Millionen Mobiltelefone neu gekauft. Jedes dieser Handys wird im Schnitt nur 18 Monate genutzt. Die Folgen sind 5.000 Tonnen Elektronikschrott pro Jahr. „In Deutschlands Schubladen schlummern über 100 Millionen ungenutzte Handys und Smartphones – daraus ließen sich mehr als zwei Tonnen Gold, zwanzig Tonnen Silber und 720 Tonnen Kupfer zurückgewinnen. Diesen Schatz gilt es zu heben, und in den Kreislauf zurück zu führen“, erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Gewalt und Armut bei Rohstoff-Gewinnung und Produktion

Bis das Handy jedoch in Deutschland ist, hat es viele Produktionsstufen in vielen Ländern durchlaufen. „Der Konsum bei uns hat weltweite Auswirkungen“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg – Landesstelle Brot für die Welt. „Gewalt und Armut dominieren den Abbau der Rohstoffe in den Minen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Und die Produktion der Geräte geschieht immer wieder ohne Einhaltung menschen- und arbeitsrechtlicher Standards“, sagt die Kongolesin Cathy Mpanu vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (EPiZ) in Reutlingen. Alle Nutzerinnen und Nutzer von Mobiltelefonen trügen Verantwortung für ihr Konsumverhalten.

Weitere Infos finden Sie unter:

http://www.handy-aktion.de/

 
   

ACHTUNG! Beachten Sie bei Handy-Abgabe:

Entfernen Sie bitte vorher die Sim- und Speicherkarte und löschen Sie Ihre Daten.

Der Akku sollte in dem gebrauchten Handy bleiben, auch wenn er nicht mehr funktioniert. Bitte jedoch keine losen Akkus beilegen, da die Reibung der Kontakte zu einer Explosion führen kann.

Das Ladegerät hingegen und andere Zubehörteile wie Kopfhörer etc. können auch in die  Sammelbox geworfen werden. Diese werden nach der Rücknahme überprüft und eventuell weiterverwendet.