Aktionen/Kampagnen

Endspurt der Kampagne "MENSCH.MACHT.HANDEL.FAIR" | MENSCH.MACHT.HANDEL.FAIR. | "Was kostet Dein Handy wirklich?" | Kirchen in Baden-Württemberg sammeln Althandys – 100.000 in zwei Jahren sind das Ziel! Der Weltladen Herdern beteiligt sich an der Aktion: | |

   

"Gehen Sie nicht shoppen, um die Welt zu retten, aber denken Sie daran, dass Sie durch Ihre Kaufentscheidungen helfen können, die Welt zu verbessern und Globalisierung mitzugestalten - Schritt für Schritt."

(Zitat: Gundara; www.gundara.com)

   

Rund 20.000 Briefe wurden im Rahmen der Kampagne "Mensch.Macht.Handel.Fair" an das Bundeskanzleramt geschickt, ein voller Erfolg! Doch was hat sich nun getan und wie sieht der weitere Weg aus? 

Obwohl sich fast 83 Prozent der Deutschen für verbindliche Regeln für Unternehmen eingesetzt haben, blockiert das Bundesfinanzministerium seit Wochen leider erfolgreich die verbindlichen Regeln für Menschenrechte in Lieferketten.

Lesen Sie hier: http://www.forum-fairer-handel.de/nc/presse/aktuelles/artikel/article/finanzministerium-blockiert-verbindliche-regeln-fuer-menschenrechte-in-lieferketten/

   
  

Endspurt der Kampagne "MENSCH.MACHT.HANDEL.FAIR"

Nachdem im vergangenen Jahr rund 38.000 Unterschriften* gesammelt und schließlich an das federführende Auswärtige Amt übergeben wurden, geht die Kampagne nun in ihren Endspurt. Im Mai steht eine wichtige Entscheidung zur Unternehmensverantwortung an: Die Bundesregierung will den Nationalen Aktionsplan "Wirtschaft und Menschenrechte" verabschieden. Um darin endgültig eine gesetzliche Verankerung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten für Unternehmen zu erzielen, führt der Weltladen-Dachverband gemeinsam mit dem Forum Fairer Handel eine Briefaktion an die Bundeskanzlerin durch.

Ziel ist, bis zum 17. Mai – also kurz vor der Abstimmung des Nationalen Aktionsplans im Bundeskabinett – dem Kanzleramt mit vielen hundert Briefen ein klares politisches Signal für verbindliche Unternehmensverantwortung zu senden.

Machen Sie mit!

   

Fordern Sie mit uns zusammen, dass die Bundesregierung ein Gesetz erarbeitet, das

  • deutsche Unternehmen dazu verpflichtet, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte und Umwelt entlang der gesamten Lieferkette zu identifizieren, negativen Auswirkungen entgegenzuwirken sowie eingetretene Schäden zu beheben (Sorgfaltspflicht),
  • klarstellt, dass Unternehmen für eingetretene Schäden haftbar gemacht werden können, wenn sie die Einhaltung dieser Sorgfaltspflicht nicht nachweisen können,
  • Betroffenen aus dem Ausland ermöglicht, deutsche Unternehmen wegen der Verletzung der gebührenden menschenrechtlichen Sorgfalt vor deutschen Gerichten verklagen zu können.

Die vorgedruckten Briefe an Kanzlerin Merkel liegen bei uns im Laden aus oder können auch online ausgefüllt und verschickt werden unter:

https://www.forum-fairer-handel.de/nc/mitmachen/machthandelfair/briefaktion-2016/#c4774

 
 
   

MENSCH.MACHT.HANDEL.FAIR.

Menschenrechtverletzungen in globalen Lieferketten an der Tagesordnung

Ausbeuterische Kinderarbeit auf westafrikanischen Kakaoplantagen, einstürzende Textilfabriken in Bangladesch, katastrophale Arbeitsbedingungen auf Bananenplantagen, schlimme Pestizidbelastung in Kaffeeplantagen – in vielen internationalen Lieferketten steht es um die Lebens- und Arbeitsbedingungen schlecht. Den Preis für oftmals billige Lebensmittel und Konsumwaren zahlen in der globalisierten Welt allzu oft die Erzeuger/innen und Arbeiter/innen. Ihnen werden grundlegende Menschenrechte verwehrt – wie z. B. das Recht auf eine gerechte Entlohnung, die den Arbeitenden und ihren Familien eine menschenwürdige Existenz sichert, das Recht auf Nahrung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsschutz oder das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren.

Bis heute gibt es jedoch keine verbindlichen menschenrechtlichen Verpflichtungen für Unternehmen und es ist kaum möglich, sie bei Menschenrechtsverstößen oder Umweltschäden zur Rechenschaft zu ziehen. Die deutsche Gesetzgebung muss bestehende Grauzonen unbedingt beseitigen, um Mensch und Umwelt besser zu schützen. Dies fordert das Forum Fairer Handel gemeinsam mit dem Weltladen-Dachverband in der Kampagne „Mensch. Macht. Handel. Fair.“.

   
  

Die Freiburger Weltläden, das Eine Welt Forum und die Stadt Freiburg unterstützen dieses Anliegen und machten vor Weihnachten mit einer großen Plakataktion im gesamten Stadtgebiet darauf aufmerksam. - Denn dass partnerschaftliche und transparente Handelsbeziehungen sehr wohl möglich sind, das zeigt der Faire Handel seit mehr als 40 Jahren.

2016 könnte nun die Bundesregierung – mit der Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in Deutschland – einen verbindlichen menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Rahmen festlegen. Das Forum Fairer Handel und der Weltladen-Dachverband setzen sich daher für eine gesetzliche menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für Unternehmen ein.

Nicht zuletzt aber sind auch wir als Konsumenten gefragt: Durch Achtsamkeit beim Einkauf oder durch Nachfragen nach Herkunft und Herstellungskonditionen von Produkten können wir Einfluss auf die Händler nehmen. - Machen Sie mit!

Weitere Infos unter:

https://www.forum-fairer-handel.de/nc/presse/aktuelles/artikel/article/verbindliche-regeln-fuer-deutsche-unternehmen-gefordert/

http://www.bmz.de/20151203-1

   
  

"Es ist nicht akzeptabel,wenn Unternehmen sagen,es wäre zu kompliziert menschenrechtliche Standards einzuhalten."

        (Minister Gerd Müller)


   

siehe auch Presseartikel in SolarRegion 2016-01, S. 28:

http://www.solarregion.net/sites/default/files/heftdownload/SolarRegion-1-2016-Webversion_1.pdf

 
 
   
  

"Was kostet Dein Handy wirklich?"

Einen kurzen und knappen Fakten-Check rund ums Handy liefert Germanwatch in diesem Flyer:

http://germanwatch.org/de/download/7284.pdf

   
  

Kirchen in Baden-Württemberg sammeln Althandys – 100.000 in zwei Jahren sind das Ziel! Der Weltladen Herdern beteiligt sich an der Aktion:

Gebrauchte Handys sind zu schade zum Wegwerfen und enthalten wertvolle Rohstoffe, die nicht verloren gehen sollten. Vielen Handynutzer sind die globalen Zusammenhänge in der Handyproduktion und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft jedoch wenig bewusst. Daher haben sich erstmalig Kirchen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft in Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um gemeinsam gebrauchte Mobiltelefonen zu sammeln und über die ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Herstellungsprozesses zu informieren.

In den nächsten zwei Jahren sollen 100.000 Althandys zusammenkommen, die entweder weiterverwendet oder umweltgerecht recycelt werden. Die Deutschen Umwelthilfe (DUH) und die Telekom Deutschland unterstützen die Aktion mit dem neu entwickelten Handysammelcenter.

Wir beteiligen uns an der Sammelaktion: Gebrauchte Mobiltelefone können mit Start der Fairen Woche 2015 (11.09.2015) bei uns im Laden abgegeben werden.

Nach Angaben der DUH werden in Deutschland jährlich 35 Millionen Mobiltelefone neu gekauft. Jedes dieser Handys wird im Schnitt nur 18 Monate genutzt. Die Folgen sind 5.000 Tonnen Elektronikschrott pro Jahr. „In Deutschlands Schubladen schlummern über 100 Millionen ungenutzte Handys und Smartphones – daraus ließen sich mehr als zwei Tonnen Gold, zwanzig Tonnen Silber und 720 Tonnen Kupfer zurückgewinnen. Diesen Schatz gilt es zu heben, und in den Kreislauf zurück zu führen“, erklärt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Gewalt und Armut bei Rohstoff-Gewinnung und Produktion

Bis das Handy jedoch in Deutschland ist, hat es viele Produktionsstufen in vielen Ländern durchlaufen. „Der Konsum bei uns hat weltweite Auswirkungen“, sagt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg – Landesstelle Brot für die Welt. „Gewalt und Armut dominieren den Abbau der Rohstoffe in den Minen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Und die Produktion der Geräte geschieht immer wieder ohne Einhaltung menschen- und arbeitsrechtlicher Standards“, sagt die Kongolesin Cathy Mpanu vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (EPiZ) in Reutlingen. Alle Nutzerinnen und Nutzer von Mobiltelefonen trügen Verantwortung für ihr Konsumverhalten.

Weitere Infos finden Sie unter:

http://www.handy-aktion.de/

   

ACHTUNG! Beachten Sie bei Handy-Abgabe:

Entfernen Sie bitte vorher die Sim- und Speicherkarte und löschen Sie Ihre Daten.

Der Akku sollte in dem gebrauchten Handy bleiben, auch wenn er nicht mehr funktioniert. Bitte jedoch keine losen Akkus beilegen, da die Reibung der Kontakte zu einer Explosion führen kann.

Das Ladegerät hingegen und andere Zubehörteile wie Kopfhörer etc. können auch in die  Sammelbox geworfen werden. Diese werden nach der Rücknahme überprüft und eventuell weiterverwendet.